20.Feb.2019

User Experience Design #2 – Erfolgsfaktoren für eine gute UX

Gibt es überhaupt eine User Experience? Ist User Experience messbar? Was macht eine gute User Experience aus? Wir stellen Ihnen in diesem Blog-Post die vier Erfolgsfaktoren vor, welche die User Experience auszeichnen.
Damian Müller
UX / Design
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User Experience vs. Usability

Damit eine Marke oder ein Produkt erfolgreich wird, muss dieses beim Benutzer bzw. Kunden positive Emotionen auslösen. Zentraler Kern dafür ist die Usability, sprich ist das Produkt oder der Service einfach zu bedienen. Die Usability bestimmt wie effektiv, effizient und zufriedenstellend ein bestimmter Nutzer seine konkreten Ziele erreicht. Erreicht er seine Ziele einfach und angenehm, entstehen positive Erfahrungen. Sollen das Produkt oder der Service aber mehr als nur nützlich und angenehm sein und die Spitze der UX-Pyramide erklimmen, muss das Erlebnis für den Benutzer jedoch bedeutungsvoll sein.

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Maslowsche Bedürfnispyramide adaptiert für User Experience Design.

User Experience ist individuell 

Wie wir im ersten Teil dieser Serie gelernt haben, umfasst User Experience das ganzheitliche Erlebnis beim Interagieren mit einem Produkt oder Service und den damit verbundenen Emotionen. Die International Organization for Standardization hat im Jahr 2010 den Begriff User Experience erstmals im Rahmen der ISO-Norm 9241-210 als «Prozess zur Gestaltung gebrauchstauglicher Systeme» definiert. User Experience umfasst demnach die kognitiven und emotionalen Wahr­nehmungen von Nutzern und deren physiologischen und psychologischen Re­aktionen auf ein Produkt oder einen Service während der Nutzung genauso wie die Erwartung und Vorfreude vor der eigentlichen Anwendung. All diese Erfahrungen beeinflussen den Gesamteindruck, den die Nutzer vom System und damit von der Marke, dem Produkt und der Firma bekommen.

«User Experience Design geht weit über die Usability und Interaktionsdesign eines Produkts oder Service hinaus.»

Viele Aspekte der Nutzererfahrung sind jedoch höchst subjektiv und dynamisch: Die Erfahrung mit einem digitalen Produkt kann sich mit jeder Interaktion ständig ändern. Im Gegensatz zur Usability, welche die Benutzerfreundlichkeit einer Anwendung im objektiven Sinn beschreibt, ist User Experience in diesem Sinne schwer messbar. Jeder Mensch ist verschieden und erfährt seine eigene User Experience. Diese subjektiven Aspekte lassen sich durch das Design nicht direkt beeinflussen – durch die ganzheitliche Sicht werden jedoch die Voraussetzungen für ein möglichst positives Nutzererlebnis geschaffen.

Der Begriff der User Experience erweitert das Konzept der Usability sowohl um psychologische, emotionale als auch ästhetische Faktoren. Es ist ein bewertendes Gefühl, das bei einer Interaktion entsteht. Es kann positiv und negativ sein.

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Im Wesentlichen lässt sich eine gute User Experience über folgende vier Faktoren erfassen:

  • Utility (Nutzwert): Sie beschreibt wie hoch der Nutzen und der Mehrwert der Inhalte und Funktionen für die jeweilige Zielgruppe ist.
  • Accessibility (Barrierefreiheit): Sie umfasst wie der Nutzer die Performance empfindet – sind die Inhalte für den Nutzer leicht und einfach zugänglich? Wie lange braucht die Seite um sich aufzubauen? Ist die Darstellung unabhängig vom Endgerät zufriedenstellend?
  • Usability (Benutzerfreundlichkeit): Kommt der Nutzer schnell ans Ziel? Ist das Interface so gestaltet, dass das Gesuchte rasch gefunden wird?
  • Desirability (Ästhetik): Last, but not least die optische Attraktivät des Produkts. Damit die Zielgruppe die Nutzungsmotivation nicht verliert, muss das Design mit dem Markenversprechen einhergehen und die Unternehmenswerte widerspiegeln.

Fazit: Die User Experience ist der Schlüssel für eine längere Verweildauer

Um diese vier Erfolgsfaktoren erfüllen zu können, bedarf es einer fundierten Analyse der Zielgruppe. Nur wer weiss worauf der Nutzer Wert legt, kann mit dem Angebot für Gesprächsstoff sorgen. Die Organisation, Strukturierung und Präsentation der Informationen spielt eine ebenso wichtige Rolle und ein gutes Interface Design stellt sicher, dass alle Elemente attraktiv aufbereitet, leicht zugänglich und verständlich sind. Für den Nutzer ist dies eine belohnenden Erfahrung, er fasst Vertrauen in die Marke bzw. das Unternehmen, verweilt auf der Webseite und wird Kunde.

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