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24/7 Businessdashboard - Geckoboard und Ducksboard mit Raspberry Pi anzeigen

Ein Experiment mit Raspberry Pi

 
Stage Image: 

Schon seit längerem bin ich auf der Suche nach einem günstigen Gerät welches wenig Strom verbraucht, keinen Lärm verursacht aber trotzdem ein vollständiges, konfigurierbares Linux Betriebssystem ermöglicht. Im März bin ich zum ersten mal über Raspberry Pi gestolpert. Jetzt habe ich ein Gerät gekauft und mir folgende Aufgabe gestellt.

Mission "MicroDashboarder"

Der Raspberry Pi soll folgende Anforderungen als "MicroDashboarder" erfüllen:

  • Das bestehende Businessdashboard von netnode anzeigen im Browser anzeigen
  • Das netnode Sprintboard aus Jira im Browser anzeigen
  • Bildschirmausgabe im Hochformat (Bildausgabe um 90 Grad drehen)
  • Das Gehäuse soll eine fancy Anschrift "MicroDashboarder" bekommen

Einkauf

In der Schweiz gibt's diverse Onlineshops welche Raspberry Pi's verkaufen. Erstaundlicherweise vertreibt sogar Digitec diese Dinger. Damit das Projekt gelingt habe ich folgende Artikel zusammengetragen:

  • Raspberry Pi Typ B, Digitec.ch für 55 CHF
  • Weisses Raspberry Pi Gehäuse, Digitec.ch für 14 CHF
  • 16 GB SD Card, Digitec.ch für 29 CHF
  • Alte USB Tastatur & Maus
  • HDMI Kabel (vom Fernseher)
  • 5V Apple Adapter (vom iPhone)
  • Micro USB Adapter für die Stromversorgung, im Orangeshop für 16 CHF

Unpacking

Das "Unpacking" ist zwar spannend, aber weniger hip als bei anderen Produkten. Eine simple Kartonschachtel, eine "Warranty-Beilage" und der Hinweis auf die Onlinedokumentation. Neben der Raspberry Platine habe ich mir auch gleich das passende Gehäuse, eine SD Karte sowie ein Micro USB Kabel gekauft. Als 5V Adapter dient zur Zeit ein Apple Ladegerät. Um ein OS auf die SD Karte zu installieren muss man erst die SD Karte sauber formatieren. Auf dem Mac geht das einfach und schnell mit dem "Disk Utility" vonstatten. Ganze SD Karte auf FAT formatieren.

Betriebssystem installieren mit NOOBS (New out of the box software)

Für den Einstieg arbeite ich mit der empfohlenen Distribution. Unter http://www.raspberrypi.org/downloads habe ich mir das "NOOBS" Zip heruntergeladen. Ohne genau die Dok zu studieren, habe ich alle Dateien des NOOBS Zips auf die SD Karte kopiert. SD Karte in den Raspberry und Strom ran. Ein bunter Hintergrund erscheint und nach ein paar Sekunden begrüsst ein grafischer Wizard welches OS man installieren möchte. Das NOOBS Paket liefert gleich 6 verschiedene Linux Flavours. Oben im Wizard habe ich "Online Help" entdeckt, ein Klick drauf konfiguriert das Netzwerk und man ist bereits online! Ich habe dann Raspbian installiert.

Raspi Config

Nach der OS Installation wird automatisch das "raspi-config" Programm gestartet um den Raspberry zu konfigurieren, z.B. Passwort ändern, Sprache setzen, Overclocking einstellen. Das Overclocking fand ich spannend und habe den Raspberry gleich mal auf Turbo gesetzt (was sich später als suboptimal gerausgestellt hat). Dann auf Finish und der erste volle OS Boot wird gemacht. Nach ein paar Sekunden erscheint der Desktop, voll funktionsfähig mit vorkonfiguriertem LAN. Google.ch lässt sich im mitgelieferten Browser "Midori" ohne Problem aufrufen.

Chrome Browser

Um einen leistungsfähigen Browser auf Raspberry zu kommen wollte ich Chrome installieren. Leider musst ich feststellen (via http://linuxg.net/can-i-install-google-chrome-on-raspberry-pi/), dass Google für Chrome keine Version für Linux/ARM zur Verfügung stellt - es gibt aber eine entsprechende Open Source Variante mit dem Namen "Chromium". Also rauf damit.

sudo apt-get install chromium

Via Config.txt Bildausgabe um 90/180/270 Grad drehen

In ther Bootpartition wird automatisch eine config Datei config.txt erstellt. Darin lassen sich allerlei Einstellungen setzen. Unter anderem gibt's die Einstellung display_rotate. Wenn man den Wert auf display_rotate=1 setzt wird die Birschirmausgabe um 90 Grad gedreht, womit auch das Ausgeben in Hochformat gelöst ist.

Probleme

Browser Performance

Zur Zeit nutzen wir Ducksboard.com als Businessdashboard. Die Lösung von Ducksboard ist browserbasiert und nutzt umfangreiche JavaScripts. Raspberry Pi hat damit Mühe. Nicht nur der "Midori" Browser, auch Chromium zeigt die Meldung "Unresponsive script" an. Nach ca. 2 Minuten zeigt es dann das Dashboard an. CPU 100%.

Update: Die besten Resultate habe ich mit "Icewasel" (Firefox für ARM) erreicht. Zudem hat das Overclocking einen merklichen Performance Boost gebracht.

Farbtiefe

Leider lässt die Farbtiefe zu wünschen übrig. Standardmässig ist diese auf 16bit gestellt, was Verläufe sehr unschön darstellt. Ich habe noch für Raspian OS noch keine Lösung gefunden.

Update: In der Bootpartition liegt ein confix.txt mit welchem sich die Farbtiefe umstellen lässt. Bei mir funktioniert 24bit, 32bit jedoch klappt nicht.

Fazit

Raspberry Pi macht defintiv Spass! Das Projekt MicroDashboarder funktioniert und ist ab sofort bei uns im Einsatz. Insbesondere Webbrowser kann man ohne Probleme laden, jedoch ist die Performance klar limitiert. Schwere Webseiten mit viel JavaScript Code lasten die CPU sofort zu 100% aus. Ich bin gespannt wie sich das Gerät im 24/7 Einsatz bewährt.

Schade ist, dass der Raspberry Pi kein WiFi out of the Box anbietet. Damit wäre das Gerät noch eine Spur unabhängiger einsetzbar.

Tipps

Screensaver ausschalten

Screensaver lässt sich mit them xscreesaver Programm ausschalten:

$ sudo apt-get install xscreensaver

Via Preferences–>Screensaver (Mehr dazu unter: http://www.oceandatarat.org/?p=702

CLI Commands

sudo apt-get install chromium

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