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Das war das UXCamp 2016

 
Stage Image: 

Am vergangenen Samstag fand das jährliche UXCamp an der ZHdK auf dem Zürcher Toni-Areal statt. Beim UXCamp handelt es sich um eine Unconference, d.h. es wird nicht zwischen Speakern und Zuhörern unterschieden, sondern sämtliche Beiträge des Camps werden von den Teilnehmenden selber gestaltet. Um dies zu ermöglichen, startete der Tag mit einer Organisations-Session, wo interessierte Camp-Teilnehmer ihre Beiträge vorstellen konnten und alle Teilnehmer darüber entschieden, ob Interesse daran besteht oder nicht. Die akzeptierten Sessions (alle!) wurden auf einen Zeitplan gelegt und somit war das Programm des UXCamp 2016 bekannt. Ein vollgepackter Tag konnte starten!

Die Highlights

Microfeedback - Examples & how we did it

Meine erste Session handelte von Microfeedbacks. Julius Dietz, VP Engineering Product von Brandwatch, zeigte den Zuhörern, wie bei ihrer Webseite an den richtigen Stellen Microfeedbacks eingebaut worden sind.
Bei klassischen Feedback-Umfragen besteht das Problem, dass diese zum falschen Zeitpunkt stattfinden, wenn der Kontext bereits nicht mehr stimmt. Diesem Problem wollte Brandwatch entgegenwirken, in dem die Nutzer beispielsweise direkt nach dem Speichern eines "Queries" in Brandwatch gefragt werden, wie sie die Bedienung des "Query Editors" auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten würden. Auf diese Weise wird das Feedback genau dann angefordert, wenn der Nutzer mental noch am richtigen Ort ist und es kaum Aufwand kostet, die Rückmeldung zu geben.
Die Session war höchst interessant, denn Messen, d.h. unter anderem Feedbacks einholen, ist auch bei netnode integraler Bestandteil unserer Arbeitsweise.

Design for Conversation

Wer die Technologie-Szene ein wenig verfolgt, weiss, dass die Verbreitung von Chat-Bots oder Dienstleistungen, welche einem per Chat-Fenster Hilfe anbieten, stark am Zunehmen ist. Unternehmen ist es möglich, im Facebook Messenger ihre Verkaufs-, Beratungs- oder Supportdienstleistung anzubieten. Bei GoButler können über Chat-Nachrichten Flüge gesucht und gebucht werden. Während ein Chat-Fenster früher nur dazu gedient hat, die private oder geschäftliche Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Menschen zu ermöglichen, können heute Firmen dieses als weiteren Dienstleistungs-Kanal nutzen. Für User Interface Designer und User Experience Verantwortliche stellt dies eine komplett neue Herausforderung dar:

  • Eine klassische Seitennavigation gibt es nicht mehr - wie navigiert man neu?
  • Wie wird eine Konversation wieder neu aufgenommen, nachdem sie regulär beendet oder sogar abgebrochen worden ist?
  • Wir wird die Chatfunktion menschlich, obwohl ein Bot dahintersteckt?
  • etc.

All diese Fragen wurden während der interessanten Session von @thepian diskutiert.

Living Styleguides

Dieses Thema wurde unabhängig voneinander sowohl von Adrian Heydecker und Marcel Kessler (Netcetera) als auch von Benjamin Wiederkehr (Interactive Things) präsentiert. Beide Sessions zeigten ihre eigenen Ansätze, wie Styleguides für digitale Produkte aktuell gehalten werden können. Die Herausforderung bei Living Styleguides besteht darin, dass Änderungen an definierten Stilen (Farben, Formen, Schriften etc.) unmittelbar und automatisch in allen digitalen Produkten angewendet werden.

Does the Web dream of Virtual Reality?

Eine der letzten Sessions wurde von Jan Azzati durchgeführt und handelte vom Thema Virtual Reality. Wie auch Conversational Interfaces ist die Virtual Reality oder Augmented Reality ein heiss behandeltes Thema in der Technologieszene. Erst in den letzten Jahren wurden Technologien in diesem Bereich erschwinglich und besser zugänglich. Jan zeigte einige gut umgesetzte Beispiele von Virtual Reality im Web, welche bereits heute existieren. Die Kernaussage der Session war, dass Webseiten das entscheidende Medium sind, um Virtual Reality voranzutreiben.

Das Fazit

Nebst den oben erwähnten persönlichen Highlights wurden weitere sehr interessante Präsentationen gehalten. Ausserdem bot das UXCamp auch sehr viel Gelegenheit für unkompliziertes Kennenlernen von gleichgesinnten Leuten aus der Branche.
Für die Teilnehmer wurde während dem ganzen Tag hervorragend gesorgt: Die Organisation war ausgezeichnet, es gab immer genügend Kaffee und Cookies und das Mittagessen auf der Dachterasse der ZHdK kam sehr gut an. Wer nach unzähligen Sessions noch nicht genug hatte, konnte sich mit anderen UX-Enthusiasten auf den Weg zu Frau Gerolds Garten machen, wo bei wunderbarem Sommerwetter ein kühles Bier genossen werden konnte.

Das UXCamp 2016 war ein sehr wertvoller und unkompliziert gehaltender Anlass und ich behalte ihn in guter Erinnerung. Ein Besuch im Jahr 2017 ist auf jeden Fall zu empfehlen!

Credits Bilder: @alissafulton7 (https://twitter.com/alissafulton7/status/734157715728179200

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