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7 Unterschiede zwischen Drupal und Wordpress

Wo liegen die Unterschiede und/oder Gemeinsamkeiten zwischen Drupal und Wordpress?
 
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Wichtig: Dieser Blogpost ist kein Bashing gegen Wordpress! Als Drupalagentur setzen wir ausschliesslich auf Drupal. Bei Beratungsgesprächen mit Kunden kommt es gelegentlich vor, dass wir von einer Drupallösung abraten und Wordpress empfehlen. Das ist mitunter der Grund für diesen Blogpost. Denn die Frage, was eigentlich der Unterschied ist, kommt regelmässig.

Am Ende des Beitrags zeige ich auf, für welchen Zweck sich das jeweilige System insbesondere eignet. Vorab: Beide Content Management System haben ihre Vorzüge und meine Einschätzung ist, dass Wordpress wie auch Drupal eine grosse Zukunft haben.

1. Verbreitung

Der Gewinner ist hier ganz klar Wordpress. Mit fast 60% Marktanteil ist Wordpress das am meisten verbreitete Content Management System überhaupt. Darauf folgen Joomla und Drupal. Die hohe Verbreitung von Wordpress lässt sich daraus schliessen, dass sich Wordpress sehr einfach und schnell installieren lässt. Nach der Installation hat man sofort eine nutzbare Lösung ohne Zusatzaufwand. Drupal hingegen ist in der Standardinstallation zwar nutzbar, jedoch braucht es zusätzliche Arbeiten, um das zu erhalten, was man möchte.

Statistik von w3tech.com

2. Technologie

In diesem Punkt sind sich Wordpress und Drupal sehr ähnlich. Beide Content Management Systeme basieren auf der Programmiersprache PHP und der Datenbank MySQL. PHP wie auch MySQL sind sehr verbreitet und setzen keine speziellen Anforderungen an das Hosting voraus. Alle gängigen Hostinganbieter unterstützen damit Wordpress und Drupal.

3. Open Source

Eine Gemeinsamkeit von Drupal und Wordpress ist die Lizenz. Drupal wie auch Wordpress sind "Open Source" und können kostenlos heruntergeladen und installiert werden. Es entstehen keine Lizenzkosten. Das ist insbesondere im Vergleich zu "Closed Source" Content Management Systemen ein grosser Vorteil. Die gesparten Kosten können so für Anpassungen und Erweiterungen investiert werden.

Mehr dazu: Drupal und die Vorteile von Open Source

4. Kosten

Wenn man sich auf dem Markt umschaut, sind Wordpress-Webseiten tendenziell günstiger, da diese mitunter von Agenturen ohne Programmierkenntnisse umgesetzt werden. In der Regel nutzt man die Standardfunktionalität von Wordpress und individualisiert die Webseiten mit einem kostenlosen oder kostenpflichtigen Theme. Dadurch erreicht man schnell und kostengünstig eine zufriedenstellende Lösung. Möchte man eine Wordpress-Seite später mit komplexeren Funktionen ausbauen, ist das unter Umständen nicht möglich, da es die genutzten Plugins oder das Template nicht ohne Weiteres zulassen.

Drupalprojekte sind tendenziell grösser und komplexer und daher auch kostenintensiver. Um eine Lösung mit Drupal zu erstellen sind in der Regel Programmierkenntnisse nötig. Drupal hat auch eine mächtige Standardfunktionalität sowie eine umfassende API, um kundenspezifische Anwendungen umzusetzen. Wenn Sie eine komplexere Webapplikation umsetzen möchten, sind die Erstinvestitionen zwar kostenintensiver, aber mit Drupal erhält man eine ausbaubare und skalierbare Lösung.

5. Flexibilität: Module und Plugins

Beide Systeme kennen Erweiterungen in Form von "Modulen" oder "Plugins". Wordpress listet über 45'000 Module, Drupal über 35'000 Module. Die Menge der Module sagt jedoch wenig über deren Qualität aus. Bei beiden Systemen findet man nützliche Module wie auch veraltete und eher unnützliche Module.

Drupal bietet neben unzähligen Erweiterungen eine leistungsfähige API, d.h. eine Schittstelle um eigene Module zu erstellen. Hier bietet Drupal eindeutig mehr Flexibilität. Siehe dazu auch der nächste Abschnitt "Funktionalität".

Mehr dazu: Online Marketing Module für Drupal 8

6. Funktionalität

Im Vergleich zu Wordpress ist die Funktionalität von Drupal viel umfassender. Mit Drupal lassen sich grosse Webprojekte realisieren, welche viel weiter gehen als reines Content Management. Wordpress hingegen hat weniger Funktionalität und ist daher für einfachere Weblösungen geeignet.

Drupal kennt das Konzept von sog. Content Types (Seitentypen), Blocks, Views und vieles mehr. Damit lassen sich praktisch alle erdenkbaren Anwendungen im Web abbilden. Wordpress hingegen hat Standard Seitentypen Post und Page. Diese eignen sich insbesondere für einen Blog und eine einfache Webseite sehr gut.

Drupal ist so gesehen mehr ein "Baukasten". Eine Drupal Lösung besteht typischerweise aus dem Drupal Core, einigen Zusatzmodulen, einem Theme sowie individuellen Entwicklungen. Bei Wordpress ist das Vorgehen ähnlich, wobei Wordpress mehr als ein Produkt verstanden werden kann. Worpress Lösungen bestehen aus dem Wordpress Core, Plugins und einem Theme. Eigene Zusatzsplugins sind eher die Ausnahme.

7. Sicherheit

Beide Systeme gelten als sicher, vorausgesetzt, dass die neusten Sicherheitsupdates installiert werden. Bei Wordpress ist das Risiko eines Angriffes jedoch höher, da häufiger Sicherheitsupdates gemacht werden müssen. Der Bund warnte im 2015 sogar explizit davor, dass Wordpress-Webseiten unsicher sind:

In der Schweiz werden laut dem Bericht rund sechs Prozent der Websites mit Wordpress betrieben. 70 Prozent davon weisen Sicherheitslücken auf, obwohl Sicherheits-Updates erhältlich wären.

Quelle: swissinfo.ch

Mehr dazu: Wie sicher ist Drupal?

Welches Problem möchten Sie lösen?

Die Frage stellt sich nicht, ob Wordpress oder Drupal besser ist. Beide Tools haben ihren Zweck. Die Frage, die Sie sich bei der CMS Evaluation stellen sollten ist, welches Problem Sie lösen möchten und welche Bedürfnisse Sie heute und in Zukunft haben. Vereinfacht dargestellt kann man folgendes sagen:

Wordpress eignet sich insbesondere für

  • Einfache Weblösungen
  • Blogs

Drupal eignet sich insbesondere für

  • Komplexe Weblösungen
  • Umfassende Publishing-Lösungen
  • Intra- und Extranets
  • Community-Lösungen
  • Mehrsprachige Webseiten

Sind Sie nicht sicher, ob Sie auf Wordpress oder Drupal setzen möchten?

Es lohnt sich, die beiden Systeme genauer anzuschauen. Wir empfehlen unseren Kunden bei der Evaluation strategisch vorzugehen. Kosten, Funktionalität, Skalierbarkeit, Wartungskosten, Sicherheit müssen abgewogen werden.

Wenn Sie Fragen dazu haben, zögern Sie nicht mich zu kontaktieren.

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